Programm 2017

ab 13.45 Check-in

14:00 Uhr: Eröffnung

Prof. Dr. Jörn Hurtienne
Lehrstuhl Psychologische Ergonomie, Universität Würzburg

14:15-14:45 Uhr: Perfectly doing the wrong things

Diana Löffler
fünfpunktnull GmbH

Usability wurde bereits von vielen Unternehmen als Wettbewerbsvorteil am Markt erkannt. Geringere Entwicklungs- und Supportkosten, höhere Kundenzufriedenheit und Umsatzsteigerungen sind gute Argumente, um in Usabilitymaßnahmen zu investieren. Diese sind jedoch häufig zeit- und kostenintensiv. Umso ärgerlicher ist es, wenn die falschen Methoden zum Einsatz kommen und dadurch das größte Potential verschenkt wird. Der Vortrag geht auf typische Fehler bei der Auswahl und Durchführung von Usabilitymethoden ein und zeigt einfache Lösungen auf.

14.45-15.15 Uhr: Barrierearme Software entwickeln – kostet das nur oder bringt es auch etwas ein?

Ulrich Kreichgauer
SAP SE Walldorf

Barrierearme Software zu schreiben und auszuliefern erfordert einiges an Expertise und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen, damit am Ende Benutzer und Kunden zufrieden sind und gut arbeiten können. Wie das geht und was typische Herausforderungen sind wird ebenso Thema des Vortrags sein wie die Frage: Warum machen Softwarehersteller das überhaupt – kostet das nur oder bringt es auch etwas ein?

15.15-15.45 Uhr: Pro-aktive Mensch-Computer-Interaktion

Prof. Dr. Nicholas Müller
Forschungsprofessur Sozioinformatik und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung, FH Würzburg-Schweinfurt

Im Bereich der Mensch-Maschine-Kommunikation existiert an der Schnittstelle zwischen Mensch und System eine künstliche Beschränkung auf sehr wenige Kommunikationskanäle – oftmals Tastatur- und Mauseingaben, welche bislang nur rudimentär durch Insellösungen wie 3D- Eingabegeräte oder streng limitierte Spracherkennungen ergänzt werden. In einer realweltlichen face- to-face-Kommunikationssituation werden die Informationsaspekte verbal transportiert, jedoch werden darüber hinaus zusätzlich sekundäre Informationen, wie Intonation oder nonverbale Hinweise vermittelt, welche dem Gesprächspartner Einschätzungen zum emotionalen Zustand oder zur Motivation des Interaktionspartners ermöglichen. Der Vortrag wird in diesem Kontext neue Wege sowohl bei der Ausgestaltung einer sozialen Bezugsperson als auch, basierend auf der von Reeves und Nass etablierten Theorie der „Media-Equation“, die Interaktionsformen mit dem System per se zu verbessern, aufzeigen. Gemäß dieser Theorie tendieren Menschen dazu, ähnliche Interaktionsstrategien bei der Verwendung technischer Geräte zu verwenden, wie sie in einer Face-to-Face-Kommunikation verwendet würden. Dabei spielt die Verfügbarkeit von Informations- und Kommunikationstechnik zunehmend ubiquitären Charakter. In Form von Tablets, Smartphones und leistungsstarken Notebooks mit Kameras, Mikrofonen und der Möglichkeit, weitere Ein- und Ausgabegeräte auf einfache Weise, bspw. per Bluetooth, zu koppeln, steht einer Mehrheit von Personen aus relevanten Zielgruppen bereits eine umfassende Auswahl von Kommunikationskanälen zur Verfügung. Speziell für das Eyetracking existierten zudem günstige Lösungen, mit denen sich Endgeräte flexibel um Funktionalitäten zur Blickverfolgung erweitern lassen. Die damit bereitgestellten Funktionen werden bereits dazu genutzt, um zukunftsweisende Interaktionsverfahren für Nutzer mit Einschränkungen bzw. mit besonderen Nutzungsvoraussetzungen zu entwickeln, wie sie auch in bestimmten Arbeitssituationen auftreten können. Beispielsweise sollte eine Informationspräsentation von sich aus pausieren, sobald laute Umweltgeräusche (Straßenlärm, Baulärm) die Informationsweitergabe behindern. Ferner sollte es systemseitig proaktiv pausieren, wenn der Nutzer seine Aufmerksamkeit nicht mehr auf den Lernbildschirm richtet. Beide Fähigkeiten sind hardwareseitig bereits in vielen Geräten enthalten oder lassen sich einfach und kostengünstig nachrüsten.

15.45-16.15 Uhr: Pause

15.15-16:45 Uhr: Produkt vs. Projekt – oder UI/UX in industriellen Intralogistik-Lösungen

Matthias Wirthmann
SSI Schäfer IT Solutions GmbH

UI-Entwicklung im Umfeld von Logistiksoftware – beeinflusst von Projektdruck und kurzen Realisierungsphasen. Welche Auswirkungen hat dies auf das User Interface und die Usability im Rahmen der Softwareentwicklung und vor welchen Herausforderungen stehen dabei Usability, UI / UX & Co.?
Der Vortrag möchte einen Einblick in die Intralogistik geben und aufzeigen, mit welchen Herausforderungen UI-Designer, Softwareentwickler und Projektteams bei der Entwicklung des User Interface für Intralogistiksoftware konfrontiert werden – und wie sie diese Aufgaben lösen.

16.45-17.15 Uhr: Bring your Product alive – Prototyping for better user interfaces

Tim Kawohl
Cobe GmbH

Nur wenn man eine Idee erlebbar machen kann, weiß man, ob diese Idee funktioniert oder nicht. Man muss also das Konzept greifbar darstellen, sodass der Nutzer das Verhalten des digitalen Produkts erkennen und nachvollziehen kann. Um eine Idee schnell und früh zu testen, braucht man einen Prototyp. Dieser kann dabei helfen, eine Idee zu pitchen, ein Konzept zu testen, oder auch um bei einem Usability Test das Interaktionskonzept an potenziellen Nutzern zu prüfen. Um diese verschiedenen Zielvorstellungen abzudecken, benötigt man meist mehr als ein Prototyping-Tool. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben sich verschiedene Tools mit unterschiedlichen Fähigkeiten am Markt positioniert, wie zum Beispiel Axure, Framer, Invision, Balsamiq, Proto.io, UXpin, Adobe XD oder Flinto. Dabei fällt es schwer, den Überblick über die Stärken und Schwächen der Programme zu behalten: Wann soll idealerweise welches Prototyping-Tool eingesetzt werden?
Für diese Entscheidung müssen noch weitere Faktoren beachtet werden, wie z.B. die Anbindung an Design-Tools, die Notwendigkeit von Vorkenntnissen (z.B. im Bereich Programmierung) und den Projektaufbau.
Tim gibt einen Einblick in die Vielzahl der Tools und eine Entscheidungsgrundlage für das richtige Prototyping-Tool.

17.15-17.45 Uhr: UX-Testing Off the Wall

Katrin Schneider und Steffen Hartmann
Mayflower GmbH

In diesem Talk wollen Katrin Schneider und Steffen Hartmann von Mayflower GmbH eigenwillige Ideen aus dem Bereich UX-Testing vorstellen. Es geht darum, sich mit spielerischen Methoden dem Thema UX-Testing zu näheren und mit geringem Aufwand belastbare Erkenntnisse zu erlangen. Der Talk möchte neue Impulse im Kontext von UX-Testing setzen. Der Vorstellung der Methoden folgt eine Austauschrunde, in der diese gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden.

ab 17.45: Networking