Programm 2018

ab 13.45 Check-in

14:00 Uhr: Eröffnung

Prof. Dr. Jörn Hurtienne
Lehrstuhl Psychologische Ergonomie, Universität Würzburg

14:15-14:45 Uhr: HMI im Appstyle

Hauke Thorenz
GTI-control

Für Nordson Engineering GmbH aus Lüneburg, einem weltweit agierenden Hersteller von Präzisionsanlagen zum Auftrag von Klebstoffen, erstellte die GTI-control aus Marktheidenfeld die neue Benutzeroberfläche für die Erneuerung von VersaBlue ®, dem Hauptprodukt von Nordson.Dabei wurde in enger Abstimmung mit dem Kunden eine innovative und streng anwendungsorientierte Lösung umgesetzt, die die zusätzliche Anforderungen bezüglich Industrie 4.0 mit abgedeckt. Das neue System beinhaltet ein Netzwerkkonzept und unterstützt durch seine HTML5-basierte Umsetzung die Nutzung von Mobilgeräten und Web-Panels.Der Vortrag stellt die enge Zusammenarbeit bei der Umsetzung dar, um die besonderen Herausforderungen eines solchen Systems abzudecken und  Lösungen aufzuzeigen.

14.45-15.15 Uhr: Usability Engineering an Medizinprodukten – Herausforderungen & praktische Umsetzung

Marcella Makowski
Fresenius Medical Care

Mangelnde Usability bei Medizinprodukten kann zu Benutzungsfehlern führen, die schwerwiegende Folgen für den Patienten oder den Nutzer und auch die Umwelt haben können. Diese Erkenntnis hat in den letzten 10 Jahren zu einem Umdenken geführt und dafür gesorgt, dass das Usability Engineering mittlerweile ein integraler Bestandteil in der Entwicklung von Medizinprodukten ist. Nichtsdestotrotz ist es gegenüber dem Usability Engineering in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt oder auch in der Automobilindustrie noch ein relativ neues und weniger etabliertes Feld und unterscheidet sich erheblich von Usability Engineering in anderen Bereichen.
Der Vortrag legt dar, welche Herausforderungen es konkret gibt und zeigt am Beispiel eines führenden Medizinprodukteunternehmens auf, wie die praktische Umsetzung funktionieren kann.

15.15-15.45 Uhr: Usable Security oder: wie der Faktor Mensch die besten Sicherheitsmechanismen aushebelt

Robert Tscharn
Detecon International & fünfpunktnull

In Zeiten von Cyberkriminalität, E-Privacy und Datenschutzgrundverordnung schützen Unternehmen vertrauliche Daten mit viel Aufwand und technisch ausgeklügelten Sicherheitsmechanismen. Diese sind jedoch wenig nutzerfreundlich und führen damit zum genau gegenteiligen Effekt: Nutzer umgehen starke Sicherheitsmaßnahmen einfach (denken Sie an den berühmten Passwortzettel unter der Tastatur) und machen Daten und Systeme damit zu einem leichten Ziel für Angriffe. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich Security und Usability unter einen Hut bekommen lassen, zeigt positive und negative Beispiele auf und macht deutlich, wie das frühzeitige Einbeziehen von Nutzern und Kontext in Projekten zu Usable Security führen kann.

15.45-16.15 Uhr: Pause

15.15-16:45 Uhr: Warum das Thema Customer Experience in die Chefetage gehört

Johannes Metz
djd

Seit Jahren geistern Begriffe wie Usability und Customer Experience als vermeintliche Buzzwords durch Unternehmen und Medien. Und obwohl das Potential und die Wichtigkeit an den meisten Stellen gefühlt angekommen zu sein scheint, fällt es vielen Unternehmen schwer, wirklich effizient und nützlich mit der gewonnen Erkenntnis umzugehen. Woran das liegt und wie ein Verständnis der Begrifflichkeiten zu einem Ausweg aus dem Dilemma führen kann, erklärt Johannes Metz mit anschließend offener Diskussionsrunde auf Basis von Fragen wie: „Warum macht eine Usability Abteilung keinen Sinn?“ oder „Welche Rolle spielt User Experience in der digitalen Transformation?“.

16.45-17.15 Uhr: Modulare Konzepte für Usability im Sondermaschinenbau

Florian Fuchs
CaderaDesign

Wie spart man Projektierkosten durch modulare Maschinenbilder und flexible Produktions-Screens? Viele Maschinenbauer stehen vor der Herausforderung für jeden Kunden eine „kundenspezifische“ Maschine zu fertigen. Aufgaben wie Produktion, Inbetriebnahme oder Umrüsten einer Maschine müssen auf diese Individualisierungen eingehen, um eine optimale User Experience für die unterschiedlichen Nutzergruppen zu erzielen. So spiegeln sich diese Sonderanfertigungen auch in der Maschinensteuerung (HMI) wieder. Ein modularer Ansatz führt dabei zur erforderlichen Flexibilität.
Anhand von Praxisbeispielen werden geeignete innovative UX-Patterns vorgestellt und diskutiert. Es werden Lösungswege aufgezeigt, wie man den Herausforderungen der Sondermaschinen-HMIs begegnen kann, um diese modular und damit einfach, schnell und flexibel handhabbar zu machen. Die Patterns sind auch auf andere Bereiche übertragbar, in denen eine Anwendung kundenspezifische Lösungen bedienen muss.

17.15-17.45 Uhr: The good, the bad and the ugly

Katrin Schneider und Steffen Hartmann
Mayflower GmbH

„Extreme acts of cruelty require high level of empathy“
(Hannibal Lecter)

Die Erfahrung des Nutzers bei der Interaktion mit unserem Produkt soll etwas Positives sein – schaffen wir das nicht, haben wir unseren Job als Konzepter und Designer nicht erfüllt. Um dieses Ziel zu erreichen versuchen wir, unsere Nutzer empathisch kennenzulernen und ihren Nutzungskontext möglichst gut zu verstehen.

Aber was ist Empathie eigentlich und wie kann ich sie für den Nutzer einsetzen? Kann ich sie vielleicht auch gegen den Nutzer einsetzten (Stichwort bewusste Irreführung)? Und warum fällt es vielen Menschen einfacher, sich vorzustellen, was andere quält, als Dinge zu finden, die die Situation anderer verbessern? Was können wir aus diesem Wissen um Empathie machen, um die Erfahrungen mit unserem Produkt für den Nutzer positiv zu gestalten?